Zentrale Aufgabe der WfbM ist es, behinderte Menschen in das Arbeitsleben zu integrieren. Hierzu werden an der einzelnen Person orientiert, geeignete Maßnahmen der beruflichen Qualifizierung und Persönlichkeitsentwicklung durchgeführt. Ziel der Ausbildung ist es somit, die berufliche Handlungskompetenz der Teilnehmer im Bereich der Förderung und Betreuung von Menschen mit Behinderung in der beruflichen Bildung sowie im Rahmen der sozialen und beruflichen Rehabilitation zu festigen und zu vertiefen. Zur beruflichen Handlungskompetenz gehören neben dem Fachwissen auch die persönlichen und sozialen Kompetenzen, die die Kommunikation und Kooperation in der Werkstatt für behinderte Menschen maßgeblich prägen.
Die in der Ausbildung vermittelten Inhalte entstammen den Fachgebieten Pädagogik, Behindertenpädagogik, Psychologie, Psychiatrie, Gesundheitslehre, Pflege, Didaktik/Methodik und Recht. Die im Unterricht behandelten Themen werden schließlich auf spezielle Problemstellungen in der Werkstatt für behinderte Menschen bezogen. Da die Gesamtkonzeption vorsieht, dass der Berufsabschluss Heilerziehungshilfe erreicht wird, sind außerdem allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Religion, Politik und Sport/Gesundheitsförderung Bestandteil der Stundentafel.
Im Verlauf der Ausbildung befassen sich außerdem 240 Stunden ausschließlich mit Themenbereichen, die für den Abschluss zur geprüften Fachkraft maßgeblich sind. Dazu gehören folgende Themen:
- Planung des Rehabilitationsverlaufs sowie der Förderung in der Werkstatt für behinderte Menschen
- Berufs- und Persönlichkeitsförderung
- Gestaltung der Arbeit unter rehabilitativen Aspekten
- Kommunikation und Zusammenarbeit mit den behinderten Menschen und Institutionen ihres Umfeldes
- Rechtliche Rahmenbedingungen der Werkstatt für behinderte Menschen