Herausforderndes Verhalten

13.09. - 17.09.2021
13. und 17.09.2021
Jeweils 09:00-16:30 Uhr (16 UE)

Das neue Klientel der Behindertenhilfe

Zielgruppe: Mitarbeitende in Einrichtungen der Behindertenhilfe

In den letzten Jahren wird verstärkt eine Gruppe von Personen in Wohnheimen und Werkstätten aufgenommen, die keinen der bisherigen bekannten und verbreiteten Behinderungsbildern entspricht. Sie sind nicht geistig und auch nicht psychisch behindert. Sie haben oft große Lerndefizite, sind aber zu intelligent für die geistige Behinderung. Sie sind in ihrer Persönlichkeit zu unstabil, können aber auch nicht als chronisch psychisch krank betrachtet werden. Und für die Lebensstrukturierung und die Alltagsgestaltung sind sie zu unorganisiert und kaum zu gebrauchen. 
Die Personengruppe erscheint verhaltensgestört und in ihrer Persönlichkeit so unreif, dass sie nicht in der Lage sind, sich eigenständig zu versorgen und im Leben zu orientieren. Besonders auffällig ist, dass sie wenig Ordnung und Organisation verinnerlicht haben, und dass sie trotz eines relativ eigenständigen Erscheinungsbildes nur sehr begrenzt gruppen- und gesellschaftsfähig sind. In diesem Seminar werden Konzepte und Vorgehensweisen dargestellt, wie man diese Menschen erfolgreich integrieren und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ohne Probleme ermöglichen, und vor allem, was man zu ihrer persönlichen 
Entwicklung und Reifung beitragen kann.

Schwerpunkte: Personengruppendefinition: Wann und wo treten Störungen auf, wie kann man Auffälligkeiten einschätzen? ▪ Bindungstheoretische Aspekte und Bindungsstörungen ▪ Geistige Behinderung neu definieren: Lebensalter ist nicht gleich Entwicklungsalter ▪ Wie entwickelt sich die Persönlichkeit eines Menschen? ▪ Wie viel „Selbstständigkeit“ ist möglich? ▪ Beziehungs- und Bindungsentwicklung als Orientierungshilfe für die Alltagsgestaltung ▪ Anbindung, Grenzsetzung und Fremdsteuerung

Referent: Peter Bandali, Diplom (RL) Pädagoge/Erziehungswissenschaftler

Veranstaltungsort: Tagungszentrum im Hotel Franz, Steeler Str. 261, 45138 Essen

Gebühr: 320,00 Euro


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