Behindertenhilfe

27.09.2021
09:00-16:30 Uhr (8 UE)

Das Wissen um die Vergangenheit lässt uns den anderen im Heute verstehen

Bedeutung der Biografiearbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung

Zielgruppe: Mitarbeitende in Einrichtungen der Behindertenhilfe  

Unser Lebensweg, Denken, Fühlen, unsere Vorlieben und Abneigungen unterliegen vielfältigen, uns nicht  bewussten Einflüssen: z.B. unsere Familie, die Gesellschaft mit ihren technischen Errungenschaften, die uns geprägt hat, die Zeitepoche, in der wir groß geworden sind und in der wir leben. Zur Erinnerung daran haben wir nicht selten uns lieb gewordene Erinnerungsstücke, Musik, Bilder, Möbel, Speisen, Düfte, Rituale. All diese Dinge und Gepflogenheiten sind Teile unserer Biografie und unserer Identität. Das Wissen darum gibt uns Stabilität, verwurzelt uns, löst Erinnerungen und damit verbundene Emotionen aus. 
Erinnern heißt auch, das Heute in einem anderen Licht sehen, eigene Kompetenzen und Vorlieben (wieder) entdecken, neue Ziele und Aktivitäten entwickeln.

Menschen mit geistiger Behinderung stehen diese Zeitzeugen und Möglichkeiten zu erinnern oft nicht zur Verfügung, ihre Biografie ist im Besonderen geprägt von institutionellen Einflüssen, ihr Leben scheint auf die Gegenwart begrenzt.  Die häufig fehlende Reflexions- und Kommunikationsfähigkeit verstärkt diese Situation zusätzlich. Biografiearbeit jedoch lässt  einen lebendigen Zugang zum Gegenüber entstehen, baut Kommunikationsbarrieren ab, erleichtert das Verstehen des anderen, ihr zugrunde liegt eine wertschätzende, einfühlende und um Verstehen bemühende Grundhaltung.

Schwerpunkte: Ziele und Bedeutung der Biografiearbeit ▪ Grundsätze der Biografiearbeit ▪ Biografiearbeit als bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte ▪ Biografiearbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung ▪ Methoden in der Biografiearbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung

Referent: Dagmar Rudy, Dipl. Pädagogin, systemische Supervisorin

Veranstaltungsort: Tagungszentrum im Hotel Franz, Steeler Str. 261, 45138 Essen

Gebühr: 150,00 Euro


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