Behindertenhilfe

05.10. - 06.10.2020
Jeweils von 09:00-16:30 Uhr (16 UE)

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) als pädagogisches Instrument

Grundlage für sozialraumorientiertes Arbeiten  

Zielgruppe: Mitarbeitende und Interessierte aus Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Psychiatrie

Leistungen der Eingliederungshilfe sind sozialräumlich und inklusiv auszurichten – so die Neuregelungen zum Eingliederungshilferecht (BTHG) ab dem Jahr 2020. Im Gesamtplanverfahren muss die Ermittlung des individuellen Bedarfs durch ein Instrument erfolgen, das sich an ICF orientiert. Denn ab 2020 wird der Bedarf ganzheitlich personenzentriert und systemübergreifend beurteilt.

Gleichzeitig hat jeder Gesamtplan eine sozialstrukturierende Wirkung, insbesondere auf regionaler Ebene. ICF-gestützt können Sozialräume z.B. Prävention, Gesundheitsversorgung, Verbesserung der Teilhabe, bürgerschaftliches Engagement aber auch ÖPNV, Wohnungsbau oder Politikgestaltung bedarfsgerecht und intelligent steuern.

Mitarbeiter in der sozialen Arbeit arbeiten ab 2020 zunehmend fall- und systemübergreifend inklusiv „wie aus einer Hand“. Ihren pädagogischen Konzepten liegt die ICF zugrunde. Die ICF bezieht sich auf und enthält Rahmenbestimmungen für die Herstellung von Chancengleichheit von Personen mit Behinderungen. Sie enthält für alle verständlich diagnostische Kategorien und Begriffe zur systematischen Beschreibung der Folgen einer Gesundheitsstörung auf verschiedenen Ebenen.

Schwerpunkte:  Sozialräumliche Gelegenheiten schaffen, das SONI-Schema ▪ Sozialräumlichkeit und ICF ▪ Die ICF: Ziele, Struktur, Inhalt, Anwendungsmöglichkeiten ▪ Integratives Behinderungsmodell der ICF - bio-psychisch-soziales
Modell ▪ Schädigungen der Körperfunktionen und -strukturen ▪ Beeinträchtigungen der Aktivitäten und der Teilhabe ▪ Beschreibung der wirksamen Kontextfaktoren ▪ Grenzen der ICF 

Referent: Dr. Ursula Pitzner, Sozialwissenschaftlerin, Pädagogin, Sozialarbeiterin, Altenpflegerin

Veranstaltungsort: Tagungszentrum im Hotel Franz, Steeler Str. 261, 45138 Essen

Gebühr: 310,00 Euro


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