Brücken bauen für Europa

Die Aktion „Josefstag“ beschäftigte sich mit der EU. Jugendliche der Arbeitsmarkt-Integration zeigten abwechlsungsreiches Programm.

Mit einem Tafelbild zeigten die Jugendlichen, wie die Institution EU funktioniert.

Mit einem Tafelbild zeigten die Jugendlichen, wie die Institution EU funktioniert.

Auch zur bevorstehenden Europawahl hatten sich die Teilnehmer gut informiert.

Auch zur bevorstehenden Europawahl hatten sich die Teilnehmer gut informiert.

Angesichts der nationalistischen Bestrebungen in vielen Ländern Europas hat der diesjährige Josefstag der katholischen Jugendsozialarbeit ein klares Zeichen für Europa gesetzt. Unter dem Motto „Hände reichen, Brücken bauen— Jugend braucht Perspektive in Europa“ boten auch die Teilnehmer aus Maßnahmen der Arbeitsmarktintegration im Franz Sales Haus eine abwechslungsreiche Veranstaltung, in die sich Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche einbrachten.

Teilnehmer der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB-Reha) und der „Unterstützten Beschäftigung“ setzten in Spielszenen und Präsentationen mit der Institution EU, ihren Aufgaben und ihrem Wert für die Bürger der verschiedenen Länder auseinander. Die jungen Akteure selbst haben teilweise keinen Schulabschluss und wenig berufliche Perspektiven. Mit Unterstützung eines multiprofessionellen Teams aus dem Franz Sales Haus können sie ihre Kompetenzen und damit ihre Teilhabe-Chancen am Arbeitsleben verbessern. Zur Vorbereitung auf den Josefstag hatten sie das Europaparlament in Brüssel besucht. Das Erlebnis von Internationalität und der direkte Kontakt mit der sonst so fernen Institution hat viele beeindruckt.

Auf die Bedeutung Europas für Frieden und Sicherheit der Menschen aller Länder verwiesen Rudolf Jelinek, 1. Bürgermeister der Stadt Essen, und Unternehmer Stefan Groth, der sehr persönlich schilderte, wie er in seinem beruflichen Werdegang von der europäischen Zusammenarbeit profitiert hat. Ulrich Beul, europapolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion Essen, motivierte die jungen Teilnehmer, sich im eigenen Umfeld für Europa zu engagieren, auch wenn es an der EU einiges zu verbessern gebe.

Gerade angesichts der bevorstehenden Europawahlen im Mai war das Thema des Josefstags hoch aktuell—und die Akteure der Essener Veranstaltung verbanden damit eine klare Botschaft an die junge Generation: Nur wer wählen geht, kann Europa und seine eigenen Perspektiven mitgestalten. Informationen zur Wahl und Tipps zur Meinungsbildung, zum Beispiel per Wahl-o-mat, rundeten die Veranstaltung ab..