Aufklärung – die Kunst der Vermittlung
Sexualität, Intimität und Beziehungen im Leben von Menschen mit Behinderung
Sexuelle Aufklärung ist weit mehr als reine Wissensvermittlung – sie ist ein wirksamer Beitrag zu Schutz, Prävention und Selbstbestimmung. Gleichzeitig ist sie ein Thema, das häufig mit Unsicherheit, Scham oder Sprachlosigkeit verbunden ist. Genau hier setzt diese besondere Fachtagung an: fachlich fundiert, lebensnah – und mit einer wohltuenden Mischung aus Ernst, Leichtigkeit und Humor.
Die beiden renommierten niederländischen Dozent:innen Ellen Suykerbuyk (Sexologin) und Erik Bosch (Heilpädagoge) gestalten ein lebendiges, interaktives Symposium, bei dem nichts „muss“, aber vieles möglich wird. Humor und Offenheit schaffen einen geschützten Raum, in dem auch sensible Themen ohne Tabu besprochen werden können..
Im Mittelpunkt stehen typische Fragen aus der Praxis, zum Beispiel:
Kennt Charlotte ihren eigenen Körper?
Jan, autistisch, hat eine Freundin – wie kann er in seiner Sexualität begleitet werden?
Wie und wann beginnt sexuelle Aufklärung – und welche Themen gehören dazu?
Wie kann sexueller Missbrauch erkannt und verhindert werden?
Piet weiß nicht, wie er masturbieren kann – wie wird damit professionell umgegangen?
Haben wir als Einrichtung eine klare Haltung zu Sexualität, Intimität und Beziehung?
Diese realen Fragestellungen werden in interaktiven Diskursen aufgegriffen und gemeinsam reflektiert. Ziel ist es, das eigene pädagogische Handeln zu hinterfragen, neue Perspektiven zu entwickeln und konkrete, alltagstaugliche Lösungen zu finden.
Ein zentrales methodisches Element ist der hermeneutische Kreis: Die Geschichte eines einzelnen Menschen steht im Mittelpunkt, um individuelle Situationen besser zu verstehen und professionell zu begleiten. Ergänzt wird dies durch Inputs zum Körperbild, zur Enttabuisierung von Sexualität und zu den häufigsten Herausforderungen im Bereich Masturbation und Beziehungsgestaltung
Ellen Suykerbuyk und Erik Bosch zählen zu den international bekanntesten Fachpersonen für Sexualität, Beziehung und Aufklärung bei Menschen mit Behinderung. Als Autor:innen, Trainer:innen und Berater:innen in der sozialen Arbeit sind sie in ganz Europa tätig und haben gemeinsam 17 Fachbücher veröffentlicht – darunter das in Deutschland viel genutzte Standardwerk „Respektvolle Begegnung – selbstbestimmtes Leben“, ein Bestseller im Bereich der Behindertenhilfe.
Ihre Fortbildungen sind bekannt für fachliche Tiefe, klare Haltung – und eine besondere Atmosphäre, in der Lernen auch Freude machen darf.
Ihr Motto:
Alles ist Beziehung.