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Franz Sales Haus | Meldung

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Co-Design-Projekt

Gemeinsam mit Design-Studierenden der FH Münster haben Beschäftigte aus den Franz Sales Werkstätten Produkte gestaltet, die zu ihrem Leben passen.

Insgesamt 14 Studierende des Masterstudiengangs „Transformation Design & Social Design“ an der FH Münster und ebenso viele Beschäftigte aus verschiedenen Werkstatt-Betrieben waren beteiligt. In kleinen Teams brachten die Co-Designer:innen als Expertinnen und Experten ihres eigenen Alltags ihre Erfahrungen in ihre Projekte ein, während die Studierenden mit ihrem Wissen den Entwicklungsprozess gestalterisch begleiteten. Dabei stand die Zusammenarbeit auf Augenhöhe im Mittelpunkt.


Die Zusammenarbeit fand über mehrere Monate hinweg in regelmäßigen Treffen direkt in den Werkstattbetrieben statt. Nach einem gemeinsamen Kennenlernen erarbeiteten die Teams konkrete Themen, Bedürfnisse und Potenziale, die dann in Projekte übersetzt wurden. Ihre Ergebnisse stellten die Teams Ende März bei einer großen Abschlusspräsentation in der Folkwang Hochschule der Künste an der Zeche Zollverein vor. 

Hier wurde beispielsweise „Marios Planer“ vom Team Vincent (Student) und Co-Designer Mario aus der Werkstatt in Horst präsentiert. Das handliche Buch im RWE-Fan-Design passt genau zu Mario und soll ihm mit Magneten zu verschiedenen Aktivitäten helfen, seine Zeit leichter zu strukturieren und nichts zu vergessen. Co-Designer Markus aus der Alten Post brachte seine Wünsche in ein Projekt mit Studentin Katja ein. Beide entwickelten eine App mit Challenges, die Markus dabei unterstützen soll, seine Ziele aktiv zu verfolgen.


Weitere Beispiele sind ein Peer-to-Peer-Training zur Förderung selbstständiger Mobilität mit Bus und Bahn, ein Tool zur Integration von Musik als Ressource in den Arbeitsalltag, ein barrierefreier Aquarellkasten und ein Collage-Kit für Menschen mit Sehbeeinträchtigung sowie Anwendungen zur Unterstützung von Selbstorganisation und Motivation. Zudem entstand eine Action Cam, die es einem Co-Designer ermöglicht, als „rasender Reporter“ aus den Werkstätten zu berichten, sowie ein Spiel zur Auseinandersetzung mit dem Bundesteilhabegesetz.

Viele kreative Ideen und Ansätze also, zu denen die Beschäftigten als Co-Designer die Inspiration gegeben haben. Genau das ist die Idee des Social Design: aus Interessen und Ideen, die bei den Menschen entstehen, Produkte und Anwendungen zu entwickeln, die auch für andere nützlich sein können. Das war eine spannende Erfahrung für alle Beteiligten. 

 

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Co-Designer Mario (links) ist stolz auf seinen Planer, den er mit dem Studenten Vincent entwickelt hat.
Mit verschiedenen Magneten kann Mario flexibel seine alltäglichen Termine darstellen.
Aus der Arbeit von Co-Designer Markus und Studentin Katja ist eine App entstanden.