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Franz Sales Haus | Meldung

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Gemeinsam unterwegs: Pilgerreise

Klient:innen aus dem Franz Sales Haus sind vom 15.-22. August durch den Odenwald gepilgert und über über sich selbst hinausgewachsen. Eine großartige Erfahrung!

Gemeinsam machten sich sieben Klient:innen des Franz Sales Hauses mit unserem Seelsorger, einer Mitarbeiterin, einer Auszubildenden und einem Ehrenamtlichen auf einen besonderen Weg: Sie wollten eine 84 km lange Strecke des Jakobswegs pilgern: den barrierearmen CAMINO INCLUSO von Bensheim-Auerbach nach Heidelberg. Mit jedem Kilometer, jedem Gespräch und jeder Pause wurde die gemeinsame Zeit zu einer unvergesslichen Reise voller schöner Begegnungen, persönlicher Momente und neuer Erfahrungen.

Die Gruppe war ganz bunt gemischt: Die topfitte Elvira war mit 75 Jahren die Älteste, der jüngste Pilger ist erst Anfang 20 und auch ein Rollstuhlfahrer war dabei. Was die Gruppe auf ihrem Weg erlebt hat, welche Herausforderungen sie meisterte und warum am Ende nicht nur das Ziel zählte, lesen Sie hier in unserem Blog und folgen Sie uns auch auf ► Instagram, wo es noch viele weitere Fotos und Videos in den Story-Highlights zu sehen gibt. 


Tag 8:

Nach einer wunderbaren (aber auch körperlich anstrengenden) Woche, haben sich unsere Pilger von der schönen Stadt Heidelberg verabschiedet. Es war eine gute Erfahrung, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und auch mal die eigenen Belastungsgrenzen auszutesten. Daran sind alle gewachsen. Erfüllt von vielen schönen Erlebnissen hat sich die Gruppe wieder auf den Heimweg gemacht. Allen hat die Pilgertour richtig gut gefallen. Gemeinsam hatten sie viel Spaß und die Erinnerungen an die Wanderung werden sicher nachhaltig sein. Die vielen netten Gespräche, die auch durch die Impulse von Joachim Derichs zustande gekommen sind, waren das verbindende Element für die Gruppe, haben in schweren Phasen gestärkt und allen gut getan. 

In Essen wurden die Pilger sehr herzlich empfangen: mit einem Hupkonzert, Ballons, Jubel und vielen interessierten Nachfragen, wie es denn so war auf dem Pilgerweg. 

Auch andere Klient:innen haben den Wunsch geäußert, einmal den Camino Incluso zu wandern und vielleicht können Sie sich wirklich im nächsten Jahr gemeinsam mit Svenja Hippe auf den Weg machen. Weil sich das nicht alle leisten können, brauchen wir dafür Spenden. 

► Wenn Sie die Pilgerreise möglich machen möchten, können Sie  hier spenden

► In den Instagram-Story-Highlights gibt's weitere Bilder


Tag 7:

Bei einem besonders schönen Schlemmerfrühstück geraten die Herausforderungen schnell in den Hintergrund. Die Gruppe beschließt einstimmig, den Tag in Heidelberg zu verbringen und die letzte Etappe des Weges nicht mehr zu gehen. Ein Teil der Gruppe besichtigt das Schloss, während eine Kleingruppe bummeln geht und sich Heidelberg anschaut. In der Jesuitenkirche befindet sich die letzte Stempelstelle des Weges. Dort gibt es auch eine Pilgerkerze, die mit allen Stempelzeichen des Weges verziert wurde. Diese wurde angezündet und anschließend gab es für alle eine Pilgerurkunde. Die Teilnehmenden waren sehr stolz und haben somit eine schöne Erinnerung an den Weg und die vielen gemeisterten Herausforderungen. 


Tag 6:

Am Morgen verabschiedet sich die Gruppe von den odenwälder Buddhas und läuft die letzte Etappe. Der Weg führt durch Wälder und die Pilger sehen sogar ein Reh. Leider ist das Pausenquartier geschlossen. Also müssen die müden Wanderer bis zum nächsten Haltepunkt weiterlaufen. Für einige ist das eine große Herausforderung. Sie sind geschafft, denn die Woche war ungewohnt anstrengend. Deshalb entscheidet sich die Gruppe für eine gute Lösung: Die Pilger teilen sich in zwei Gruppen auf: Eine wird von der Auszubildenden Laura mit dem Bus abgeholt und kann schon mal die Ankunft der zweiten Gruppe in Heidelberg vorbereiten. Wer noch fit ist, wandert in der zweiten Gruppe noch ein paar Kilometer weiter und wird dann ebenfalls von Laura mit dem Bulli eingesammelt. Eine gute Entscheidung für alle. 

In Heidelberg angekommen, freuen sich alle über das Quartier, das ganz nah an der Innenstadt ist. So können die Pilger nach einer Pause die schöne Stadt am Ufer des Neckars erkunden. 

Gestärkt durch ein leckeres Schawarma-Sandwich geht's weiter. Die Gruppe besichtigt noch eine Kirche. Dort spielt ein Organist aus Wanne-Eickel. Er freut sich über den Besuch aus dem Ruhrgebiet und spielt extra das Lied “großer Gott, wir loben dich”, was alle mitsingen können. Anschließend geht es zurück ins Hotel, denn alle Pilger sind ziemlich geschafft von dem Tag. 


Tag 5: 

Elvira ist immer die Erste, die morgens aufsteht. Deshalb kocht sie schon mal für alle Kaffee. Nach und nach wachen dann auch die anderen Pilger auf und helfen dabei, Schnittchen für das Frühstück und den Proviant zu schmieren. Das anschließende gemeinsame Frühstück ist dann für alle das erste Tageshighlight. Gut gestärkt brechen die Pilger dann zur nächsten Etappe auf. Zu Beginn besucht die Gruppe (unsere Pilger, ehemalige Schüler der Stephen-Hawking-Schule, die den Weg mit entwickelt haben und eine der Lehrerinnen) eine kleine Kapelle. Dort gab es einen Impuls von Joachim Derichs und uns wurde ein selbst gedichtetes Pilgerlied beigebracht. (Das Video gibt's bei ► Instagram)

Leider ist es wechselhaft. Zwischendurch regnet es immer wieder. Die Gruppe ist zwar auf alles vorbereitet. Aber manchmal schüttet es so, dass sie Schutz in einer kleinen Kapelle oder unter dem dichten Blätterdach im Wald suchen müssen. Letztlich zog sich die 16,3 km lange Strecke und die Gruppe entschied sich schließlich dafür, die Etappe abzukürzen. Das war eine gute Entscheidung, denn ansonsten hätten die Pilger weiter auf der Straße laufen müssen, was nicht nur gefährlich, sondern bei Regen auch nicht angenehm ist. Gut, dass Azubi Laura die Gruppe unterwegs einsammeln konnte. 

Überraschend war heute nicht nur die Lok, die plötzlich auf einem Gleisstück im Wald stand, sondern auch die Unterkunft im Gästehaus eines buddhistischen Klosters. Mitten im Odenwald hätte man eher keinen Zen-Garten mit exotischer Tempelarchitektur erwartet. 


Tag 4: 

Der heutige Weg startete in Lindenfeld, wo sich alle in einem alten Wachhäuschen fotografieren lassen wollten.  

Leider hat es heute geregnet. Und das nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Die Gruppe hatte eine Strecke von 15km zu bewältigen. Das war nicht leicht. Zwischendurch gab es einen Motivationsknick. Die Gruppe ist kurz stehengeblieben und alle haben so laut wie sie konnten in den Wald geschrien. Das hat gut getan! Es gab auch ein paar Überraschungen: Am Waldrand hat die Gruppe ein Kästchen entdeckt, aus dem sich alle einen schönen Spruch ziehen konnten. Wenig später haben die Pilger dann endlich die nächste Stempel-Station gefunden. Sie freuten sich über den Abdruck im eigenen Pilgerpass! Mit frischem Mut sind die Pilger schließlich weitergezogen und haben endlich den nächsten Ort erreicht. 

Abends hatte die Gruppe dann netten Besuch: Leute, die sich den barrierearmen Pilgerweg ausgedacht und auch den geländegängigen Rollstuhl für Martin ausgeliehen haben, erkundigten sich nach den Erlebnissen und Erfahrungen auf der Strecke. Sie freuen sich, dass der Camino Incluso von der Essener Gruppe genutzt wird. Abends haben alle zusammen mit den Pilgern gegessen, bevor es zurück in die Unterkunft ging. Zum Ausklang des Abends erzählten alle noch ein bisschen und schließlich sind die Pilger müde ins Bett gefallen und waren froh, dass sie die lange regnerische Etappe gemeinsam gut gemeistert haben.


Tag 3:

Der dritte Tag ist angebrochen. Inzwischen haben alle Klient:innen ihr eigenes Tempo gefunden. Manche sind flott unterwegs und warten an vereinbarten Pausenstellen auf die übrige Gruppe. Andere gehen ganz gemütlich und unterhalten sich über Gott und die Welt. 

Seelsorger Joachim Derichs hat kleine Impulse vorbereitet. Alle überlegen ein bisschen, was im Leben wirklich wichtig ist. Gesundheit, gute Freunde oder die Familie natürlich. Aber die Gruppe merkt bei der Pilgerreise auch, dass Zusammenhalt gut tut. Und wie wichtig es ist, auf sich selbst aufzupassen. Richtig schön, wenn man endlich mal Zeit hat, Antworten auf solche Fragen zu finden. Im Alltag geht das so oft unter. Der Camino Incluso setzt also vieles in Bewegung. 

Abends sind die Pilger richtig stolz: 14 km lang war die heutige Etappe und alle haben sie problemlos geschafft! Die Gruppe übernachtet bei einer netten Familie. Weil im Ort alles zu hat, werden die Pilger von den Gastgebern bekocht. Wie nett! Schnitzel, Bratkartoffeln und Salat schmecken nach einem langen Wandertag doppelt gut. Die Laune könnte nicht besser sein. Elvira und Georg haben sogar noch Energie für ein kleines Tänzchen. 


Tag 2: 

Nach einem guten Frühstück, das unsere Gastgeber im Waldgasthaus Borstein liebevoll für uns zubereitet haben, hat sich die Gruppe bei schönstem Sommerwetter wieder auf den Weg gemacht. Gut, dass es manchmal auch durch den Wald ging, denn die Hitze setzte den Pilgern mit jedem Kilometer ein bisschen mehr zu. Zum Glück waren alle gut auf den gnadenlos schönen Sommertag vorbereitet: Mit Sonnenschutz, Hut und vielen Schattenpausen waren die Anstrengungen schließlich schaffbar. 

Elvira durfte sich als Gruppenälteste zwischendurch auch mal eine Strecke im Rollstuhl fahren lassen. Wie gut, dass Mitarbeiterin Svenja alles so gut geplant hatte und für fast alles schnell eine Lösung finden konnte. Am Ende des Tages war das auch noch mal nötig: Vor lauter Aufregung hatte die Gruppe vergessen, fürs Abendessen einzukaufen. Kein Problem: Ruckzuck Pizza bestellt und alle glücklich gemacht. 


Tag 1:

Gut gelaunt hat sich die Reisegruppe am Samstag auf den Weg gemacht. Nach der Busfahrt in den Odenwald waren alle froh, sich ein bisschen die Füße vertreten zu können und sind hoch motiviert losmarschiert. Damit sich alle ans Wandern gewöhnen können, wurde die Strecke geteilt. Das war eine gute Entscheidung und das Ziel der ersten Etappenhälfte war es, dass sich alle ein bisschen besser kennenlernen und als Gruppe zusammenwachsen. Nach den ersten Kilometern war der Zusammenhalt sogar sichtbar: Wer nicht mehr konnte, hielt sich an einem gelben Seil fest, das an dem stark motorisierten Rollstuhl befestigt war. So konnte man sich ein bisschen mitziehen lassen. Wer vorne war, hielt natürlich immer nach dem Symbol des Camino Incluso Ausschau, das die richtige Richtung weist. 

Martin fand es super, dass er einen geländegängigen Rollstuhl der Stephen-Hawking-Schule ausleihen konnte. Damit war der erste Wandertag für ihn und seinen Begleiter Detlef gut zu meistern, obwohl es einige Höhenmeter zu bewältigen gab. Die Pilger waren nachmittags richtig stolz und erleichtert, dass es alle bis zur ersten Unterkunft in Beedenkirchen geschafft hatten. Im evangelischen Freizeitheim konnten sie sich von dem aufregenden ersten Tag erholen.


Die Vorbereitungen:

Unsere Mitarbeiterin Svenja Hippe ist eine erfahrene Pilgerin. Sie ist schon mehrfach bis Santiago de Compostela gelaufen und hatte die Idee, mit Klient:innen eine Teilstrecke zu meistern. Dafür eignet sich der Camino Inclusio, den sie zur Vorbereitung schon mit dem Rad erkundete. Der Kontakt zu den Initiatoren des barrierearmen Pilgerwegs war für Svenja Hippe im Vorfeld sehr hilfreich und einer der Teilnehmenden bekommt von der Stephen-Hawking-Schule für die Strecke sogar einen geländegängigen E-Rolli ausgeliehen. Die Unterkünfte hat sie sich vorher teilweise angesehen und die wichtigen Fragen rund um die Barrierefreiheit geklärt. Zu der perfekten Vorbereitung gehört es natürlich auch, den Teilnehmenden genau zu sagen, was ins Gepäck gehört. Damit sich alle optimal auf den Weg konzentrieren und die tägliche Strecke von ca. 15 Kilometern bewältigen können, wird das Gepäck von einer Auszubildenden von Quartier zu Quartier gefahren. Seelsorger Joachim Derichs hat im Vorfeld schon kleine Impulse für den Start und auch das Ziel der jeweiligen Etappe vorbereitet. 


Gut zu wissen:

Damit alle Klient:innen die Möglichkeit haben, an der besonderen Pilgertour teilzunehmen, hat die Stiftung Franz Sales Haus die Teilnehmenden finanziell entlastet. 

► Auch Sie können die Menschen im Franz Sales Haus unterstützen, damit sich auch im nächsten Jahr wieder eine Pilgergruppe auf den Weg machen kann: 

Hier können Sie spenden!


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Den Camino Incluso kann man auch mit dem Rollstuhl pilgern.
Die Pilger sind in Heidelberg angekommen.
Mit einer kleinen Stadtbesichtigung klang die Reise aus.
Tag 6: Auf dem Weg haben die Pilger viele schöne Orte gesehen und nette Begegnungen genossen.
Ein ganz besonderes Quartier: Mitten im Odenwald übernachteten die Pilger in einem buddhistischen Kloster.
Tag 5: Die Frühaufsteher bereiten schon mal den Proviant für den Tag vor.
Unterwegs gab es immer wieder Überraschungen. Nicht nur von oben.
Tag 4: Trotz des Regens haben alle durchgehalten und hatten gute Laune.
In Lindenfeld wollten sich alle im alten Wachhäuschen fotografieren lassen.
Tag 3: Heute führt Martin die Pilgergruppe an. Svenja schiebt freundlicherweise die Rucksäcke.
Elvira und Georg tanzen vor Freude über die gemeisterte Strecke noch einen kleinen Walzer.
Tag 2: Pausen im Schatten waren bei dem schönen Sommerwetter wichtig.
Tag 1: Das Seil ist ein schönes Symbol für den Zusammenhalt der Gruppe.
Die gelben Pilger-Symbole weisen der Gruppe den Weg.
Gut gelaunt machte sich die Gruppe auf den Weg zum Camino Incluso.
Perfekte Vorbereitung: Mitarbeiterin Svenja Hippe testete den Pilgerweg vorab mit dem Rad.